Literatur

soziales

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letztes update: 10.01.2011
der soziale mensch
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rainer kempas der soziale mensch

der heutige stand der menschheit gilt als höchste form der evolution. sie ist die best angepasste spezies, die sich in dieser ära über alle anderen durchsetzen konnte.
aber sie lebt parallel zu lebewesen wie pflanzen und tiere, die in ihren nischen ähnlich unangefochten existieren. wir menschen haben nur den vorteil, dass wir globaler und umfangreicher anpassungsfähig sind.
dennoch haben unterarten von uns immer wieder dem selektionsdruck auf dauer nicht standhalten können. heute ist archaischer egoismus allerdings als genetisches merkmal gegenüber sozialen ansprüchen evolutionär nicht mehr erfolgreich. die überbevölkerung der welt zwingt zu neuen variablen. was früher überlebensstrategie war, seine interessen und bedürfnisse über die anderer zu stellen, um sein revier oder gebiet zu behaupten, birgt heute katastrofale folgen. gab es in der entstehungszeit unserer instinkte noch genügend platz für jeden, müssen wir heute die erde bedachtsam unter uns aufteilen. nicht mehr in deins oder meins, sondern in bodenbeschaffenheit und medium (luft, erde, wasser), um nahrungsertrag und technische produktion zu gewährleisten.
kriege haben früher oft das anwachsen der menschheit in maassen gehalten und dabei gebietshoheiten korrigiert. ärztliche versorgung, gute ernährung, rückgang der kindersterblichkeit und fortschrittliches wissen lassen uns heute länger leben und stärker vermehren. die natürlichen resourcen werden bis zur erschöpfung ausgebeutet und können sich nicht mehr regenerieren. dazu das global warming, die umweltvergiftung durch industrialisierung. armut und hunger. die drohende austrocknung der erdoberfläche (ende dieses jahrhunderts ist es 6° wärmer). alles faktoren, die ihren tatsächlichen ursprung in der überdimensional wachsenden bevölkerung haben. aber früher konnten die menschen noch auswandern. heute ist der erdball voll. daneben drohen eine baldige umkehrung der magnetpole und die stete gefahr von meteoriteneinschlägen den menschen auch von aussen den garaus zu machen.
der egozentrische mensch von heute ist dabei, bei künftigen selektionsschnitten durchzufallen. seine momentan soziale gesinnung reicht nicht für einen neuen gesellschaftlichen typus, der durch eine gemeinschftliche einsicht in bestehende naturgesetze und notwendige ökologische verflechtungen bestehen kann.
hinzu kommen völlig überholte, unsinnige und ins leere laufende religiöse vorstellungen. ihnen ist das dogma selbstgerechter, sich von anderen abgrenzender gottverehrungen eigen. eine weitere barriere für eine dringend benötigte, neue sozialstruktur, in der sich der mensch bewusst und einheitlich in den kreislauf der natur einreiht, wenn nicht unterwirft.
die zukunft braucht weniger technologisch orientierte menschen. das maass eines eHomes ist für dieses jahrhundert gedeckt. voraussetzung einer effektiveren technik ist lediglich ihre weiterentwicklung im biogenetischen sinne. der neue mensch muss ein in allen aspekten sozialisierter sein, der ausnahmslos gemeinschaftlichen interessen folgt.

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