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letztes update: 10.01.2011
religion geht die evolution sinnvoll vor?
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hammelherde religion

"das schlimmste, was dem menschen in all den jahren seiner werdung passieren konnte, ist das wissen um seine eigene vergänglichkeit zu erhalten. nun, aus der erkenntnis, dass zumindest seine art weiterlebt, erhofft er, sich die angst vor dem tod nehmen zu können. damals einst, vor 100.000 jahren, flüchtete er in die neurotischen lügen seiner zeit: in die religionen. die er bis zu seinem untergang beibehielt.
der urbau des ersten hauses war damals keine wohnstätte, sondern ein götterkult. die suche des menschen nach geborgenheit und schutz mündete nicht im finden eigener lösungen. sie gipfelte stets in der hingabe und unterordnung übergeordneter mächte. Denn er hatte bereits erkannt, dass der tod kompromisslos ist. er selbst konnte bis dahin keine lösung aus diesem dilemma finden. und so gab er die verantwortung an irreale götzen und hoffnungen ab. bis irgendwann kulturen entstehen, die diese ängste sozial aufnehmen. oder sich das wissen bioneuraler vorgänge aneignen, um auf den alterungsfaktor selbst einwirken zu können.
solange bleibt religion die grösste lüge des menschen. sie macht ihn untertan unwirklicher kräfte, geisteskrank. entfernt ihn von der realität und selbstsverständlichen einordnung in den kreislauf der natur. mit ihr sind demokratie, achtung der menschenrechte und brüderlichkeit der völker nicht zu verwirklichen. ihr grundgedanke, sterblichkeit durch ein unsterbliches paradies zu ersetzen und damit die furcht vor dem tod zu nehmen beziehungsweise erträglicher zu gestalten, führt zu eben dieser grausamen, aber sich selbst tragenden sklavischen abhängigkeit diktatorischer machtverhältnisse und kirchlicher herren, denen zu entrinnen dann einzig der tod zu helfen vermag.
religion ist auch das bedürfnis nach sozialer zugehörigkeit. der glaube an ein höheres wesen ist immer nur ein schlupfloch des menschlichen bewusstseins, unbill und tod durch psychische deformationen zu entfliehen."
[aus: das mysterium der sieben planeten, kapitel shangrila]






hammelherde gibt es einen sinn in der evolution?

gibt es gar einen sinn des lebens?
nein, es sei denn, man hat per anhalter durch die galaxis gelesen und glaubt an die magische 64.
in der natur gibt es keinen sinn. alles baut auf dem zufallsprinzip auf. und ob es geeignete umgebungsvariablen gibt, die neu entstandenes erhalten. das ist das schema von mutation und selektion. wem wir menschen einen sinn verleihen, und ob es gut oder schlecht ist, entscheiden wir oft daran, ob es uns hilft oder schadet. brennesseln gelten allgemeinhin als unkraut, dabei sind sie eher ein nützliches heilkraut.
selbst wenn wir die natur soweit zerstört haben, dass sie eine unwirtliche wüste ist, ist das der natur einerlei. ob eine umgebung aus vulkanschlacke oder sumpf besteht, eröffnet eben nur anderen lebensarten eine chance, sich zu entwickeln. ob kakerlake, mücke oder heuschrecke. es ist der natur egal, wie hässlich wir sie finden. richtig und geeignet sind sie auf jeden fall, da sie sich bestens den augenblicklichen umständen anpassen können.
die natur hat also keinen speziellen oder bewussten sinn. sie plant nicht. sie lässt die anderen entscheiden, die in ihr leben. vielleicht liegt ein sinn nur in diesen lebenwesen, der darin besteht, sich mit einer optimalen strategie in seiner umwelt einzurichten.

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